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Toleranz und Meinungsfreiheit oder die Symmetrie als Universalsprache - ein transkulturelles Kunstprojekt  von Cemile Camci unter der Schirmherrschaft von  Klaus Staeck, Heidelberg

Samstag, den 24. September 2016  | 20:00 Uhr: Eröffnung und Vorstellung des Projektes  in der CityKirche Konkordien Mannheim, Weltmusik mit Musikern der Orientalischen Musikakademie

 

Wanderausstellung mit Bildern von Cemile Camci, einer Installation mit Fragen zum Thema Toleranz und Meinungsfreiheit in drei Sprachen
und einem Begleitprogramm mit Musik, Filmvorführung, Vorträgen und Diskussionsrunden.
Diese Wanderausstellung wird in verschiedenen Glaubensstätten
in der Metropolregion Rhein-Neckar stattfinden.
Orte, an denen Überzeugungen gepredigt und gelebt werden, wo Toleranz zu Hause sein sollte.
Die Finissage wird an einem „neutralen“ Ort stattfinden.

Programm für die Wanderausstellung CityKirche Konkordien Mannheim 24.9.2016, 20:00 Uhr bis einschließlich 9.10.2016:
 

24. September 2016, 20:00 Uhr:
Offizielle Eröffnung der Wanderausstellung, Weltmusik mit Musikern der OMM. Vorstellung des Projektes; offizielle Eröffnung der Vernissage mit Bildern der Künstlerin Cemile Camci. Installation zur Interaktion mit den Besucher*innen.
 
14. Oktober 2016 bis einschließlich 30. Oktober 2016:
Eröffnung in der Heiliggeist Kirche Heidelberg

14. Oktober 2016, 20:00 Uhr:
Orgelkonzert mit Saxofon von Knut Rössler und Wolfgang Schröter, Vorstellung des Projektes; Ausstellung mit Bildern von Cemile Camci und einer Installation zur Interaktion mit  den Besucher*innen.

19. Oktober 2016, 19:30 Uhr:
Filmabend „Der Imam und der Pastor“ mit anschließender Diskussionsrunde und einer Einführung von Annegret Fabricius

29. Oktober 2016, 20:00 Uhr:
Vortrag von Clemens Bellut "Zusammensein des Unvereinbaren - Überlegungen gegen  die Eindeutigkeiten" mit anschließender Diskussionsrunde.

Geplante weitere Orte der Wanderausstellung:
Synagoge Heidelberg

3. November 2016 bis einschließlich 23. November 2016:
Yavuz Sultan Selim Moschee in Mannheim
 
Das genaue Programm für die Wanderausstellung und aktuelle Veranstaltungen unter: www.aktiontoleranz.de

„Mein Orient mit anderen Augen“ - Fotografien von Inge Hoenekopp

Gesang & Percussion Christine Hübner

Gaumenfreuden


Mein Orient mit anderen Augen Fotografien von Inge Hoenekopp

Sonntag, den 02.10.2016, 12:00 bis 14:000 Uhr

Veranstaltungsort: Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. - Galerie Arabeske Heidelberg , Dossenheimer Landstraße 69

Unser Mitglied Inge Hoenekopp möchte mit der Ausstellung ihrer Fotografien vermitteln und aufzeigen; engagiert erzählt sie uns von ihren Erlebnissen und Geschichten von Menschen, die sie während ihrer Reisen in zahlreiche Ländern des „Orients“ kennengelernt hat und die letztendlich aus einer großen Kulturregion stammen… viele sagen, „dort liegt die Wiege der Menschheitsgeschichte“…. „nicht zuletzt aus Dankbarkeit wegen ungezählter schöner Begegnungen und Momente auf meinen zahlreichen Reisen….Kritische Zeiten wie Putsche, Ausgangssperren, Bombenwarnungen gab es ab und zu auch, aber dazu habe ich keine Fotos, davon gibt es genug….. „
Das Fotografieren macht nur einen Teil ihrer vielen Leidenschaften aus, die sehr stark mit der arabischen Welt und den islamisch geprägten Ländern verbunden sind. Dazu gehört auch das Erlernen der Sprachen wie Arabisch und Farsi, die Musik, das Reisen, die Vielfalt des Essens und die überwältigende Großzügigkeit und Gastfreundschaft, die sie auf ihren vielen Begegnungen erleben durfte.

Musikalisch erleben wir die vielseitige Sängerin und „Herzblutmusikerin“ Christine Hübner, die neben den Trommeln zahlreiche andere Instrumente spielt.

Seit ihrer Kindheit spielt Musik eine Hauptrolle in ihrem Leben. Als Sängerin diverser Rockbands und  Perkussionistin erhielt sie bereits wichtige Auszeichnungen. Ihre Ausbildung im Rahmentrommeln bei dem bekannten Perkussionisten Joss Turnbull vertieften ihre Verbindung zur orientalischen Musik und sorgen für eine einzigartige Klangvielfalt.

Erleben und erspüren wir gemeinsam und begeben uns auf Reisen von Zentralasien aus in den Iran, über Syrien und die Arabische Halbinsel und erleben den Jemen, bevor es weitergeht nach Nordafrika.


„Vertigo“ und „Diamantenstaub“ Krimis aus Ägypten von Ahmad Mourad

Freitag, den 30.9.2016, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. - Galerie Arabeske Heidelberg , Dossenheimer Landstraße 69

Wo sind die arabischen Krimis, fragte sich Stefanie Gsell in einem Qantara Artikel von 2005 und musste feststellen: „Es gibt keine originären arabischen Krimis“. Zwar enthalte arabische Literatur häufig Krimi-Elemente. Auch gebe es literarisch anspruchsvolle Krimis von arabischen Autoren, so die des Algeriers Yasmina Khadra und des Marokkaners Driss Chraibi, aber sie schrieben in französischer Sprache.
Auch Rafik Schami hat sich mit der Frage, was der Entstehung dieser Literaturgattung im Wege stehe, bereits in seinem im Jahr 2004 erschienenen Roman „Die dunkle Seite der Liebe“ beschäftigt. Liegt es an der fehlenden Rechtsstaatlichkeit in den arabischen Ländern, weil „die Frage ein Kind der Freiheit ist“ oder an der arabischen Sprache, die ihre Leser mit Adjektiven bedienen muss, damit Atmosphäre entsteht?

„Auftritt des ägyptischen Schriftsteller Ahmad Mourad, 1978 in Kairo geboren, der nach einem Studium an der Filmhochschule in Kairo bis zu dessen Sturz als persönlicher Fotograf des ägyptischen Präsidenten Mubarak sich und seine Familie ernährte. Nach fünf Jahren dieser Tätigkeit war Mourad nach eigener Aussage 2007 mit 29 Jahren so voll innerer Wut, dass er kurz vor der Explosion stand (so in einem Guardian–Artikel von 2011). Da es vier Jahre vor den Ereignissen am Tahrirplatz wenig Möglichkeiten des politischen Protests gab, begann Mourad in den Abendstunden ein Buch zu schreiben.
Das Ergebnis dieses nächtlichen „Abreagierens“ war der Roman „Vertigo“, mit dem Mourad 2007 das Genre des Thrillers in Ägypten begründet hat.
Das Buch wurde in Ägypten zum Beststeller und 2012 in einer um Gesellschaftskritik entschärften Ramadan-Fernsehserie verfilmt. Auch alle weiteren drei Bücher Mourads seitdem waren jeweils Beststeller.
Zwei seiner Thriller wurden bereits ins Deutsche übersetzt. Interessanterweise wurde zunächst im Jahre 2014 Mourads aus dem Jahr 2010 stammender Thriller Diamantenstaub ins Deutsche übersetzt. Dem folgte erst Anfang dieses Jahres eine Übersetzung seines Erstlings Vertigo.
Beide Bücher sind im Lenos-Verlag erschienen und von Christine Battermann ins Deutsche übersetzt.
Während die Veröffentlichung von Diamantenstaub noch relativ unbemerkt vonstattenging, sorgte die Veröffentlichung von Vertigo für eine breitere Aufmerksamkeit. So stand das Buch von April bis einschließlich Juni 2016 auf der renommierten Zeit-Bestenliste und wurde vielfach ausgesprochen positiv besprochen.
In beiden Romanen gibt Mourad tiefe Einblicke in die Machtstrukturen und Mentalitäten Ägyptens und zeigt auf, warum Ägypten aus den Krisen nicht herauskommt. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
Gleichzeitig wird anhand von beiden Büchern deutlich, warum trotz des großen Erfolgs Ahmad Mourads das Krimigenre in Ägypten und der arabischen Welt weiterhin ein Schattendasein fristet.


Faire Woche 2016 - Libanesischer Abend -  Zwischen Faszination und Zerrissenheit

Freitag, den 23.9.2016, 19.30 – 22.30 h
Veranstaltungsort: Chapel, Römerstraße 117, (Ecke Römerstraße/Rheinstraße), Heidelberg-Südstadt

Trotz der politisch unruhigen Lage bewahrt sich der Liba­non seine kulturell einzigartige Atmosphäre. Was dieses kleine Land in der Levante mit seinen zahlreichen Facetten weiterhin so einzigartig macht, möchte die Deutsch-Syrerin und Islamwissenschaftlerin Nadja Madani-Moudarres mit dem Fokus auf die Kulturlandschaft schildern. Die Vorsit­zende des gemeinnützigen Vereins „Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V.“ bemüht sich seit vielen Jahren um den Dialog und das Sichtbarmachen der arabischen Kultur.

Fairer Handel wirkt
Um zu zeigen wie Fairer Handel funktioniert und was er vor Ort bewirken kann, hat das Fair-Handelshaus  El Puente die Produzentenvertreterin von Fair Trade Lebanon, Mona Bouazza, eingeladen. Als Marketing-Leiterin arbeitet Mona nicht nur daran, das Fair-Handels-Unternehmen mit seinen Produkten bekannter zu machen - die 35-jährige kennt auch die Situation der KleinbäuerInnen im Land genau und wird von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen berichten. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den Projekten mit syri­schen Flüchtlingen liegen, die einen wichtigen Schritt dar­stellen, den Menschen zu helfen, vor Ort eine Perspektive zu entwickeln.

Traditionelle arabische Musik
Eingerahmt wird der Abend durch traditionelle arabische Musik. Das Duo Rami und Ghaith Al-Ayyoubi stammt aus einer Musikerfamilie aus Aleppo, eine der arabischen Metropolen für traditionelle Musik und Gesang neben Kairo, Beirut und Bagdad. Ihre Musikstücke interpretieren die Ayyoubi Brüder instrumental auf der Geige und dem Oud, der arabischen Knickhals-Laute.

Zum Abschluss des Libanesischen Abends geniessen wir libanesische Leckereien mit Zutaten aus Fairem Handel.