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Damaskus in Heidelberg

Veranstaltung

Damaskus in Heidelberg
Titel:
Damaskus in Heidelberg
Wann:
So, 17. November 2019, 12:00
Wo:
Galerie Arabeske - Heidelberg, Baden-Württemberg
Kategorie:
Literatur

Beschreibung

Nach unserer 1. SKYPE Lesung „AMMAN in Heidelberg“ werden wir dieses Mal Khaled Khalifa und Asma Kready aus Damaskus über eine Live-Schaltung in unser Kulturzentrum Galerie Arabeske zusammen mit dem FANN Magazin nach Heidelberg einladen.

Die heutige Medienwelt und die Digitalisierung macht es möglich eine Vielfalt von Berichten, Dokumentationen, Bildern und Informationen unserer Welt aufzuzeichnen und teilweise ungefiltert zu verbreiten. Doch wir kennen nur einen Bruchteil der Wahrheit. Wir ahnen nur die Entwicklung unserer heutigen Welt über Katastrophen-Berichte und -Szenarien. Aber wir wollen detaillierte und authentische Informationen und einen Einblick in das Leben der Menschen hinter den Schlagzeilen erhalten.  Mit dieser Live-Veranstaltung aus Damaskus möchten wir das typische Format einer Lesung sprengen und dafür eine reale Verbindung zum „Hier und Jetzt“ und einen direkten Blick auf die zwei unterschiedlichen Gesellschaften gewähren.

Khaled Khalifa zählt zu den bekannten literarischen Stimmen Syriens. In Deutschland wurde er bekannt durch die Übersetzung „Der Tod ist ein mühseliges Geschäft“ (2018, Rowohlt Verlag, übersetzt von Hartmut Fähndrich) des Romans „al-Maut ‘amal šaqq“ (2016). Khaled Khalifa lebt in Damaskus, obwohl sein Werk in Syrien verboten ist.
Die Gedichte der syrischen Lyrikerin Asma Kready haben einen ganz eigenen Ton. Die Übersetzer Hussein Gaafar und Ibrahim Mahfouz haben diese für das FANN Magazin vom Arabischen ins Deutsche gebracht: „Ich mag die Art, wie du mich liebst“, „Immer wieder zeigt mir die Liebe Wege auf“ und „Ich bin eine zerstörte Frau

Ramy Al-Asheq, syrisch-palästinensischer Dichter, Journalist und Kurator und Gründer des deutsch-arabischen Kulturmagazin FANN, wird den bekannten syrischen Schriftsteller Khalid Khalifa und die junge Dichterin Asma Kready aus Damaskus über eine Videoschaltung live vor den interessierten Bürger*innen interviewen und diese zur aktiven Beteiligung einladen. Ramy Al-Asheq hat fünf Gedichtbände auf Arabisch veröffentlicht. Seine Texte wurden in mehreren Sprachen in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Einige seiner Gedichte wurden in Lieder, Performances und bildende Kunst umgesetzt. 2014 erhielt Al-Asheq ein Aufenthaltsstipendium für das Heinrich-Böll-Haus Langenbroich. Ein Jahr später wurde er von der Al-Qattan Stiftung in Ramallah mit einem Literaturpreis ausgezeichnet. Ende 2017 lancierte Al-Asheq das deutsch-arabische Kulturmagazin FANN. Außerdem ist er Kurator für das Literaturhaus Berlin und Mitgründer der Arabisch-deutschen Literaturtage Berlin. 2018 erhielt er ein Literaturstipendium der Akademie der Künste in Berlin sowie zwei Aufenthaltsstipendien für das Künstlerhaus Lukas (Arenshoop) und das Künstlerdorf Schöppingen.

Die deutsch-libanesische Übersetzerin, Islamwissenschaftlerin und Politologin Leila Chammaa wird vom Arabischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Arabische übersetzen und ist auch aufgrund ihrer Erfahrungen im entwicklungs- und bildungspolitischen Bereich im Irak und Palästina prädestiniert hier nicht nur sprachlich zu vermitteln. Seit 1990 übersetzt Leila Chammaa arabische Literatur ins Deutsche, zunächst ausschließlich Prosa, seit einigen Jahren aber auch mit Begeisterung Lyrik. Sie ist zudem als Beraterin und Gutachterin für Verlage, Institutionen und Festivals im Bereich arabischer Literatur tätig. Von 2014 bis 2016 war sie Jurorin des Internationalen Literaturpreises.

FANN (arabisch für „Kunst“) ist ein deutsch-arabisches Onlinemagazin für Kunst und Politik. Eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern, Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Journalistinnen und Journalisten, Übersetzerinnen und Übersetzer beleuchten die Verbindungen zwischen künstlerischen Arbeiten und aktuellen politischen Themen. Mit diesem Kulturmagazin wurde eine wichtige Plattform geschaffen, die auf Kunst und Freiheit aufbaut. Gefördert von der Heinrich Böll Stiftung, Träger Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V.

Die Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. mit Sitz im Kulturzentrum „Galerie Arabeske“ in Heidelberg präsentieren nun schon seit 20 Jahren die verschiedenen Facetten der arabischen Kunst und Kultur durch Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Vorträge. Gemeinsam mit Ihren Mitgliedern, Kooperationspartnern und zahlreichen Kulturschaffenden aus den arabischen Welten tragen die Freunde zu einem friedlichen und konstruktiven Zusammenleben der verschiedenen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen bei.

Moderation & Gespräch: Ramy Al-Asheq
Übersetzung zweisprachig (arabisch-deutsch): Leila Chammaa

Eine Kooperationsveranstaltung des FANN Magazins und der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V.

Gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung


Veranstaltungsort

Standort:
Galerie Arabeske - Webseite
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