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Veranstaltungen

Veranstaltung 

Titel:
Jerusalem, meine Stadt - Zwischen Realität und Mythos
Wann:
25.02.2018
Wo:
Galerie Arabeske - Heidelberg
Kategorie:
DIWAN / Matinée/Literarische Welten

Beschreibung

Jabra Ibrahim Jabra und Vladimir Tamari — Lebenswege: Konzept, Dokumentation und Vortrag von Aida Wakileh

 

„Es lag mir immer schon am Herzen, unsere Geschichte zu erzählen….denn Palästina zu vergessen, würde bedeuten, unsere Menschlichkeit und unsere Identität zu verleugnen und den größten Sinn unseres Lebens aufzugeben,“ sagt Aida Wakileh, die in ihrer „Jerusalem Trilogie“ prägende Lebenswege durch Erzählungen und Tatsachenberichte vorstellen möchte.

Es ist ihre eigene Geschichte, aber auch die von Zeitzeugen, deren Lebenserinnerungen und Schicksale denen bekannter palästinensischer Persönlichkeiten wie Edward Said, Mahmoud Derwisch und vielen anderen ähneln.

„Ich möchte eine weitere Tür öffnen und den Schatz, der sich dahinter verbirgt, mit bisher unbekannten Geschichten aufzeigen.“

Im ersten Teil der Trilogie gibt uns die Referentin Einblick in sehr persönliche Aussagen und Beschreibungen der prägenden Jahre des damals jungen Künstlers und späteren renommierten Wissenschaftlers und Erfinders  Vladimir Tamari, (1942 – 2017), ein guter Freund der Familie.

In seinen Romanen beschreibt der renommierte Schriftsteller, Literaturkritiker und Maler Jabra Ibrahim Jabra (1920 bis 1994) das Leben der Palästinenser in der Diaspora, verbunden mit der Angst um Identitätsverlust, der Erfahrung von Vertreibung, Entfremdung und Sehnsucht nach der verlorenen Heimat und die Hoffnung auf Rückkehr. Er selbst verbrachte seit früher Jugend sein Leben im Exil.

Wie lebten die Familien in ihren Stadtteilen im arabischen Jerusalem? Was wiederfuhr ihnen nach der Zerstörung ihres Lebens?

"Jerusalem war einmal ein vollkommener Ort des Friedens, aber für mich und für weitere 800.000 palästinensische Familien bedeutet die Verwüstung und Konfiszierung unseres Eigentums und die Vertreibung der größte Schmerz unseres Lebens," erinnert sich George Antary, dessen Familie vor 70 Jahren aus Jerusalem vertrieben wurde.

Dies war der Beginn der Nakba, der palästinensischen Katastrophe, der Beginn von Exil und Verfolgung.

Und so waren der Krieg, die widerrechtliche Inbesitznahme ihrer Häuser und ihres Vermögens, aber auch die Zerstörung ihrer Gesellschaft und die unerbittliche Opposition der neuen israelischen Regierung auf Rückkehrrecht der Palästinenser eine Garantie dafür, dass sie für immer, um Edward Saids Worte zu zitieren, "am falschen Ort“ bleiben.

Fortsetzung der Trilogie:
Der Gelehrte und Linguist Khalil Sakakini und seine Tochter Hala Sakakini: "Wenn diese schweigen , werden die Steine schreien ." - Lukas 19:40
„Der Raub des palästinensischen Gedächtnisses“.  Edward Said und Ghada Karmi schreiben Ihre Memoiren.

Die Übersetzerin und Sprachforscherin Aida Wakileh nahm nach vielen Jahren der Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten in Jordanien die Herausforderung auf ein Leben in Deutschland an.
 Das Pendeln zwischen zwei Welten, ihre persönlichen Reflexionen auf das Erlebte und auf das Geschehen prägen ihre Auseinandersetzung mit der arabischen Literatur und Geschichte.

 

Veranstaltungsort

Galerie Arabeske
Veranstaltungsort:
Galerie Arabeske   -   Website